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Archive for September, 2010

Bärenzeit

27 Sep 10

Irgendwie wurde alles anders, hatten wir bisher nicht die grosse Anzahl Bären gesehen, so sahen wir an 2 Tagen gleich über 10 Bären. Der Cassiar Highway entwickelte sich zum Bärenmärchen. Vom schweizer Ehepaar aus Atlin bekamen wir den Tipp, bei einem Bach bei Stewart Junction nach Bären Ausschau zu halten. Nach wenigen Minuten zeigte sich auch schon der erste Bär. Dem Bär war bewusst, dass er von uns beobachtet wurde, dies störte ihn aber nicht!! Selten konnten wir von so Nahe ein Tier beobachten, ohne seine Freiheit einzuschränken. Es war ein sensationeller Augenblick, der als absolutes Highlight der Reise gelten wird.

Nach dem Cassiar Highway ging es auf Umwegen nach Prince George und zum populären Jasper und Banff N.P. Die beiden Nationalparks sind kurz erläutert; überfüllt, touristisch und überteuert (z.B. 90 Dollar pro Tag für ein Kanu). Auch das Verhalten der meisten Parkbesucher zerrte doch sehr an unseren Nerven. Bei einer Elchbegegnung rannten die Leute richtig auf das Tier zu. Das ganze entpuppte sich etwas wie ein Into the Wild-Disney Land. Wir werden diese beiden Parks alles andere als positiv in Erinnerung behalten. Trotzdem, speziell der Icefield Parkway inmitten der Rocky Mountains hat uns landschaftlich gesehen sehr gut gefallen.

Und so ging es weiter nach Calgary. Nach der langen Einsamkeit war die Stadt natürlich etwas stressig, dennoch geniessten wir 3 Tagen in der Cowboy-Stadt Canadas. Von Calgary geht es jetzt weiter zum Yellowstone mit Zwischenstopp im Glacier N.P.

Liebe Grüsse
Tobi

PS: Wir freuen uns auf eine Woche „Ferien“ vom Reisen ;-)

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Wetterglück im Yukon

18 Sep 10

Die Planänderung hat sich vollkommen ausbezahlt. Im besten Wetter fuhren wir nach Skagway. Unterwegs entdeckten wir den wohl grössten Steingarten (auch wir bauten ein paar Türme). In Skagway ging es auf die Fähre nach Haines (wir sind um 04:30 MORGENS aufgestanden).

Die steile Wanderung in Haines belohnte uns am Ziel mit einem 360 Panoramablick. Die Weiterfahrt überbot nochmals die letzte Strecke. Neben der wirklich atemberaubenden Landschaft konnten wir auch diverse Weisskopf Adler beobachten und  sahen von seeeehr Nahe einen Grizzly!!

Die letzten Tage und Wochen zerrten doch etwas an uns und so ging es etwas Müde nach Whitehorse zurück und von dort nach Atlin. Da wir in Atlin bei sehr netten Schweizer ein super Cabin fanden, blieben wir gleich 2 Tage und luden unsere Batterien beim Kanu fahren und ausgezeichneten Dinners (selbstgemacht) wieder etwas auf.

Nach diesen 2 „Ferien“ Tagen fuhren wir nach Watson Lake. Dort verewigten wir uns beim Schilderwald mit einem Yukon Schild. Ab Watson Lake nahmen wir den Cassiar Highway. Mittlerweile sind wir ein gutes Stück auf diesem Highway gefahren. Nebst einer wieder sehr schönen Landschaft sprintete auch ein Luchs an uns vorbei.

Viele Grüsse
Tobi

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Indian Summer

11 Sep 10

Von der Halbinsel ging es weiter nach McCarthy (die letzten 100 Kilometer  führten auf einer ehemaligen Eisenbahnstrasse entlang, die eigentlich nur mit Gravel überschüttet worden ist). McCarthy ist auch etwas in der Zeit stehen geblieben, doch wir fühlten uns dort sehr wohl und besuchten eine der grössten Kupferminen Nordamerikas (Kennicott). Eine sehr interessante Führung zeigte uns die einzelnen Gebäude mit deren Geschichte. Am zweiten Tag gesellte sich in McCarthy auch noch etwas Sonne dazu und wir machten eine Wanderung zum monströsen Root Glacier. Die Rückfahrt war mit den Sonnenstrahlen umso beeindruckender, da der Indian Summer eingesetzt hatte.

Das nächste Ziel hiess Valdez, wo 1989 das schwere Unglück der Exxon Valdez stattfand. Die Fahrt dorthin war atemberaubend, und wir übernachteten wiedermal gemütlich in unserem Ford Explorer Zelt ;-) .Das letzte grosse Abenteuer in Alaska hiess Nabesna Road. Nebst diversen Flussüberquerungen holten wir uns auch noch einen Platten. Das Reserverad war schnell drauf und wir fuhren weiter nach Tok zum Service. Dort stellte sich die Suche nach dem richtigen Reifen allerdings als „Herkules“ Aufgabe dar. Doch wir wurden dank sehr hilfsbereiten Alaskanern auf dem Autoreifen-Garten von Lee fündig.

Von Tok sollte es eigentlich nach Haines gehen. Da wir uns aber schon fast seit Wochen in einer schlecht Wetter-Periode befinden, entschieden wir uns, anstatt nach Haines nach Whitehorse weiterzufahren. So konnten wir auch gleich unsere Vorräte auffrischen und (längst überfällig) wieder einmal waschen. Das Wetter sollte ab Übermorgen wieder viel besser werden. Hoffentlich….:-)

Liebe Grüsse
Tobi

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Alaska

04 Sep 10

Hi

In Dawson City angekommen staunten wir nicht schlecht: eine lebende Goldgräber Stadt wie vor ca. 100 Jahren. Am Abend besuchten wir im Casino Gerties Show (eine Tanzshow). Ab Dawson City ging es weiter auf dem Top of the World-Highway, der eigentlich spektakulär über der Baumgrenze entlang führt. Leider durchfuhren wir einen grossen Teil der Strecke im Nebel. Immerhin waren wir jetzt endlich in Alaska!!

Die weitere Strecke bis Fairbanks bot allerdings nicht allzu viel bis auf einen herrlichen Trail im Quartz Lake State Park. In Fairbanks rüsteten wir uns für die Wildnis aus und fuhren nach langer Überlegung zum Denali N.P. (der Dalton Highway, eine ca. 650 Kilometer Strecke in der Einsamkeit und über den Polarkreis hinaus liessen wir aus, wir bereuen es noch nicht). Im Denali buchten wir eine Tages Shuttlefahrt durch einen Teil des Parks. Der Park ist sozusagen Autofrei und die Shuttle Buse sind die einzige Möglichkeit, den Park zu erkunden (wir waren ehrlich gesagt etwas skeptisch) ABER…
Es lohnt sich, durch die Autofreien Strassen sind Tierbeobachtungen keine Seltenheit (unzählige Elche, Karibus und Dall Sheeps sahen wir, sowie auch 6 Bären). Wir waren schlichtweg begeistert. Ganz zu schweigen von der Flora, die um diese Jahreszeit in diversen Farben kräftig um die Wette leuchtet. Einfach „AMAZING“ !! (ausser das Wetter, das seit ca. 5 Tagen meistens grau und nass war). Daher freuten wir uns umso mehr, als wir vom Denali Richtung Anchorage die lang ersehnten Sonnenstrahlen spürten :)

Vor Anchorage besuchten wir 2 stillgelegte Minen und übernachteten spontan in unserem Auto, war mit der „Extreme Adventure Ausrüstung“ eine bequeme Nacht. ;-) In Anchorage (wie eigentlich auch in Fairbanks) zog es uns schnell weiter in die Natur. Aktuell sind wir auf der Halbinsel vor Anchorage in unserer bisher schönsten Übernachtungsmöglichkeit. Einer Cabin inmitten des Waldes am Ufer eines herrlichen Sees (this is the place).

Wir freuen uns auf die nächsten Abenteuer!

Liebe Grüsse
Tobias

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